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Abstrakte Nomen

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Legematerial für aktivierende Inputphasen

Abstrakte Nomen – Erarbeitungsphase im Kreis in Klasse 3

Nomen kann ich sehen und anfassen

Aus der zweiten Klasse kommen die Kinder mit dem Wissen, dass Nomen Namen für Dinge sind, die ich sehen und anfassen kann.

Wiederholung der Nomenbeweise

Da in den weiteren Klassen dieser Satz als alleiniger Nomenbeweis nicht mehr ausreichend ist, wiederhole ich gleich zu Beginn der dritten Klasse alle weiteren Nomenbeweise, bzw. Merkmale der Wortart Nomen und biete ausreichend Übungen dazu an. Erst, wenn die Kinder darin sicher sind, führe ich die abstrakten Nomen explizit ein. So können die Kinder dann selbstständig entscheiden, ob ein fragliches Wort einen Artikel hat, ob es möglicherweise in die Einzahl und Mehrzahl gesetzt werden kann, ob sich zwischen Artikel und Nomen noch ein Adjektiv schieben lässt und ob es ganz einfach ein Name für irgendetwas ist.

Abstrakte Nomen 

Dass das Heranziehen weiterer Beweise zur Bestimmung der Wortart Nomen entscheidend ist, bemerken die Kinder spätestens in dieser Kreisrunde. Viele der Wörter bezeichnen Dinge, die ich eben nicht mehr sehen oder gar anfassen kann.

  1. Im Kreis biete ich zunächst die Wortkarten zu den bereits wohl bekannten konkreten Nomen an und lasse sie zuordnen (Lebewesen, Gegenstände, Orte). Zu jedem Nomen legen wir immer auch den Artikel, da die Artikelprobe einer unserer stärksten Nomenbeweise ist.
  2. Anschließend lege ich einige exemplarische Wortkarten mit abstrakten Nomen hinzu. Die Kinder bemerken sofort, dass die Zuordnung in die bereits am Boden liegenden Kategorien nicht mehr möglich ist.
  3. Bevor ich eine mögliche Einteilung vorgebe, lasse ich die Kinder selbst formulieren und ausprobieren, wie diese Nomen sortiert werden könnten. Der Oberbegriff „Gefühle“ wird in der Regel sehr schnell genannt.
  4. Wenn die Kinder sich über eine mögliche Ordnung ausgetauscht und die Wortkarten entsprechend sortiert haben, lege ich die vorbereiteten Karten (Gefühle, Ereignisse, Vorstellungen …) hinzu. Sollten die Kinder noch andere Formulierungen für die Oberbegriffe gefunden haben, werden diese auf Papierstreifen notiert und hinzugelegt.
  5. Die Einteilung der abstrakten Nomen in Kategorien erfüllt keinen Selbstzweck. Viele Nomen könnten auch mehreren Kategorien zugeordnet werden. Die Einteilung soll den Kindern dabei helfen, ein Gespür für abstrakte Nomen zu entwickeln und ihnen verdeutlichen, wie umfangreich diese Wortart ist. Eine falsche Zuordnung gibt es nicht, so lange das Kind seine Ordnung nachvollziehbar begründen kann.
  6. In den Folgestunden biete ich immer wieder einige neue Wortkarten an, die die Kinder einsortieren und sich so über abstrakte Nomen austauschen. Außerdem liegen immer auch einige Papierstreifen bereit, auf denen die Kinder selbst abstrakte Nomen notieren, wenn sie ihnen einfallen oder sie beim Lesen oder auf einem Arbeitsblatt darüber stolpern. Auf diese Weise entsteht ein umfangreiches Bodenbild mit einer großen Nomensammlung. Tipp: Um es für die Kinder festzuhalten, kannst du ein Foto davon machen, das beispielsweise in das Merkheft geklebt werden kann. Alternativ können die Kinder mit Hilfe des Bodenbildes handschriftlich eine Nomensammlung anfertigen.

Weiterführung/Wiederholung: Nachsilben bei Nomen

Die Nachsilben der Nomen sind meiner Klasse bereits aus den Vorstunden bekannt. Passend zu den Nachsilben habe ich Lupen erstellt. Wird das Innere herausgeschnitten, kann mit der Lupe die Nachsilbe in einem Wort hervorgehoben werden. So wiederholen wir das Thema Nachsilben bei Nomen, die wir ebenfalls als einen Beweis bei der Bestimmung der Wortart Nomen heranziehen, wenn es sich um ein Nomen mit Nachsilbe handelt.

Das dazu passende Material findest du hier:

Abstrakte Nomen – Legematerial

Ich wünsche dir viel Freude mit dem Material!

Liebe Grüße

Becky